2014-09-02T11:25:57+00:00 Allgemein

KNX Verkabelung am Beispiel eines Testaufbaus

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"Wie ist eine KNX Verkabelung aufgebaut?" Dies ist eine der ersten Fragen, die sich jemand stellt, der sich für eine Haus Automatisierung mit KNX entscheidet. In diesem Artikel werde ich diese Frage mal anhand eines Testaufbaus beantworten. Der Testaufbau ist mein "Testbrett" auf dem ein voll funktionierendes Bussystem aufgebaut ist.

Die einzelnen Systeme einer KNX Verkabelung

Bei einer KNX Verkabelung werden zwei Arten von Kabel verlegt. Zu einem Schalter, also einem Sensor führt nur das grüne KNX Buskabel (im Bild das grüne Kabel). Die 230V führenden Leitungen wären normale NYM Leitungen. Diese habe ich mal auf dem Testbrett weg gelassen. Das Testbrett ist nach diesem Schema in zwei Hälften aufgeteilt. Oben die 230V Schicht, unten die Bus Installation.

KNX-Blogger-die-Abschnitte-einer-KNX-Verkabelung

Die Stromversorgung und die Schnittstelle (blau). Ein Sensor verkabelt mit der KNX Busleitung (grün). Ein Aktor an den die 230 V Rollläden angeschlossen werden (rot). Eine komplette, funktionierende KNX Verkabelung.

Schaust du dir das Brett etwas genauer an, erkennst du vier Geräte. Oben rechts, blau eingekreist, ist die Spannungsversorgung und der Buszugang. Auf meinem Testbrett ist die Schnittstelle noch ein antiquiertes Gerät mit einem seriellen RS232 Stecker. Inzwischen ist USB Standard, oder du kaufst direkt eine IP-Schnittstelle. Rechts neben der Schnittstelle siehst du das Netzteil. Für eine KNX Verkabelung auf einem Testbrett reichen 160mA aus. Für eine Hausinstallation nimmt man dann 640 mA.  Damit wären die grundlegenden Dinge für das Bussystem installiert. Kommen wir zu den interessanteren Geräten.
Unten in der Mitte, in dem grünen Kasten siehst du einen Sensor. Sensoren sind dafür da, den Bus mit Daten zu beliefern. In meinem Testaufbau ist momentan der 8-Fach Binäreingang von MDT (Link zum eibmarkt.com) verkabelt. Ein Binäreingang überwacht einen Schaltkreis und sendet ein Signal auf die Busleitung, wenn sich der Zustand ändert. Wenn der Schaltkreis geschlossen wird, also der Schalter umgeschaltet wird, gibt es eine Nachricht auf dem Bus. Mehr Infos gibt es in diesem Post. Wie du siehst ist der Sensor nur an dem grünen Kabel angeschlossen. Er wird also vom Bus mit Strom versorgt und liefert gleichzeitig Informationen an den Bus. Das ist bei Sensoren so üblich. Auch Taster, Bewegungsmelder und andere Sensoren brauchen keine zusätzliche Stromversorgung. Es gibt allerdings auch Sensoren, die zusätzlich eine Spannungsversorgung brauchen.

Oben links, im roten Kasten, auf meiner Beispiel KNX Verkabelung siehst du einen Aktor. Das hier ist ein 8-Fach Jalousieaktor. Er kann 8 Jalousien steuern. Um Strom auf die Verbraucher schicken zu können, haben die Aktoren einen 230V Eingang (roter Pfeil) und einen KNX Bus Eingang (grüner Pfeil). Nun kann der Aktor am Bus lauschen und Befehle ausführen, die für ihn gedacht sind und den Strom auf den entsprechenden Ausgang schalten. Ich habe mir die 230V Verkabelung gespart. Der Aktor zeigt ja an, welche Ausgänge gerade geschaltet werden.

So, das ist schon die ganze Magie hinter einer KNX Verkabelung.

Sensoren kommen an den Bus, Aktoren an den Bus und an die 230V Versorgung

Das ist jetzt natürlich ziemlich vereinfacht, aber es soll hier mal reichen. Natürlich gibt es auch Sensoren,die zusätzlichen Strom brauchen und Aktoren, die mit der Busleitung auskommen, dies sind jedoch zumeist Ausnahmen. In den nächsten Artikeln wird es dann viel mehr Wissen zur KNX Verkabelung geben. Bis dahin:

Viel Spaß mit KNX.

Aktualisiert: 2. September 2014

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