2017-03-15T20:53:07+00:00 Allgemein, Komponenten

Komponenten | Sprachsteuerung, dein Haus hört aufs Wort.

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Der Trend geht ja zur Sprachsteuerung, aber macht das im Smart-Home wirklich Sinn? Meiner Meinung nach, JA! Heute erzähl ich dir warum und wie es machbar ist. Zumindest rudimentär und bedienerfreundlich.

Was ist ein intelligentes Haus?

Für mich ist ein „intelligentes Haus“, ein „mitdenkendes Haus“. Wenn ich das Haus verlasse, sollen die Rollläden herunter fahren, das Licht aus gehen usw. Also die Funktion an das Türschloss gekoppelt und gut. Doch dann kamen die Ausnahmen. Wenn wir nur kurz spazieren gehen und die Sonne scheint, sollen die Rollläden oben bleiben. Wenn ich schon im Auto bin und mein Handy im Haus vergessen habe, müssen die Rollläden nicht hoch und wieder runter. Also haben wir jetzt einen Taster neben der Tür, der sagt „Wir sind weg“. Manuel, und es funktioniert besser. Die richtige Funktion an der richtigen Stelle.

Also etwas weniger Intelligenz, allerdings mehr „muss dran denken“.

Welche Steuerung nun für die ganzen Funktionen?

Es gibt da so einiges was man sich bauen kann. Ein Tablett an der Wand. Musst du allerdings  immer hin um etwas zu steuern. Gut wenn ich sowieso dran vorbei gehe oder es näher ist als zu dem Smartphone.

Steuerung über das Smartphone. Sehr gut, hab ich meistens dabei. Allerdings nicht immer wenn ich zu Hause unterwegs bin.

Letztens gab es dann den Worst-Case: Wir saßen im Wohnzimmer, beim Film gucken und in der Küche war noch das Licht an. Panel an der Wand unerreichbar. Beide Smartphones im anderen Raum.  Also was tun? Zum Lichtschalter latschen und diesen betätigen, wie schon 1960. Da muss es was besseres geben.

Am gleichen Tag habe ich „Alexa“ bestellt. Das ist die Sprachsteuerung von Amazon, mit „allways listen“ Funktion. Alexa kann nämlich per so genannten „Skil“ die Philips Hue Lampen steuern. Als Zwischenstation auf dem Weg zum KNX gibt es dann einen „Hue Simulator“ für den Smarthome Server OpenHab2. Soweit so gut.

Einrichtung der ganzen Geschichte.

Die genaue Einrichtung von OpenHab2 und Alexa würde hier den Rahmen sprengen, also sei nur gesagt: Alexa einrichten ist recht trivial. Du lädst dir die App runter und lässt suchen. Dann sagst du dem Dot, so heißt das Gerät in dem Alexa lebt, mit welchem WLAN es sich verbinden soll. Der Rest folgt automatisch.

Da ich bis jetzt auf Smarthome.py als Server gesetzt habe, war OpenHab2 auch Neuland. Allerdings ist auch hier die Einrichtung, dank guter Dokumentation kein Hexenwerk. Die Konfiguration der KNX-Schnittstelle ist etwas aufwändig, da man hier die ganzen Adressen und Namen mal wieder von Hand eingeben muss. Danach wird es wieder einfach. Alexa findet die Geräte automatisch und bedient diese auf Befehl. Insgesamt zwei, drei Abende und das System läuft seit dem wunderbar.

Ein Wort zum Datenschutz.


Der günstigste Einstieg in die Amazon
Sprachsteuerung. Ein Echo Dot.
Hier mal in weiß.

Alexa sendet die Anfragen an die Amazon Server und diese werden dort analysiert und gespeichert. Das heißt, potentiell wird alles was gesagt wird, an die Server gesendet. Amazon verspricht zwar „Wir senden nur nach Aktivierung durch das Codewort“. Allerdings wird das Ding auch zwischendurch mal aktiv, wenn es denkt es hätte das Codewort „Alexa“ gehört. Wem das zu viel des guten ist, der muss leider weiterhin zum Panel latschen. Oder gibt es da jetzt schon Alternativen?

Warum Sprachsteuerung geil ist?

Nun Du hast deine Stimme immer dabei. Ausserdem ist es intuitiv. Wir haben jetzt ca. 1 Monat Erfahrung, und ich möchte Alexa nicht mehr missen. Ob man nun auf der Couch sitzt und sagt „Alexa, mach das Licht in der Küche aus“ oder von der Treppe noch schnell ein „Alexa, schalt alle Lampen aus“ ruft. Alexa macht was sie soll. Wir haben einen Kamin mit separater Luftzufuhr. Die Klappe ist KNX gesteuert und normalerweise per Taster zu öffnen. Leider gehöre ich zu der Spezies, die erst beim Beladen des Kamins daran denkt, die Klappe zu öffnen. Also war es bisher so: Kamin voll machen, zum Taster latschen (wie 1960), zurück zum Kamin und diesen anzünden. Heute reicht ein „Alexa, mach den Kamin an“ und sobald ein „OK“ zurück kommt, kann ich anzünden. Der Komische Befehl rührt daher, da Alexa eigentlich nur Lampen steuern kann. Allerdings kann man sie austricksen.

Dies sollte kein Werbebeitrag zu Amazons „Alexa“ werden. Es gibt demnächst auch das Gleiche von Google. Ausserdem basteln einige an einer Selbstbaulösung ohne Cloud. Jedem das seine. Ich wollte etwas was aus der Box funktioniert. Außerdem werden die Richtmikrofone sehr gelobt. Dass muss man denen aber auch lassen, selbst wenn es etwas lauter ist, versteht mich Alexa meistens.

Ich glaube einfach, das sich Sprachsteuerung insgesamt durchsetzten wird. Es ist die intuitivste Bedienung, sobald man sich an die Befehle gewöhnt hat. Ausserdem können selbst Kinder damit umgehen. Also wenn Dein Haus fertig ist und du mal ne neue Spielerei brauchst. Bestell dir Alexa, kann ich nur empfehlen.

Aktualisiert: 15. März 2017

2 Kommentare zu Komponenten | Sprachsteuerung, dein Haus hört aufs Wort.

  1. says:

    Hallo, schöner Blog.

    Ich bin gerade dabei mich etwas zu informieren.
    Das ganze Thema Smart Home finde ich nur mit Sprachsteuerung wirklich sinnvoll.
    Mich schreckt dabei (wie du bereits geschrieben hast), das jedes Wort mitgehört werden kann und wird (wie sollte sonst ein gesprochenes Codewort erkannt werden).
    Inwieweit das dann verarbeitet und gespeichert wird sei mal dahingestellt.

    Als „internetunabhängige“ Variante ist mir bis jetzt nur Synohr aufgefallen. Und da scheint der Funktionsumfang auch sehr begrenzt zu sein.

    Vielleicht hat ja jemand noch andere Varianten gefunden?

    Viele Grüße

    • Hi Pius,
      danke für das Kompliment. Zu deinen Bedenken. Ich komme ja aus der Informatiker Gegend. Gesendet wird nur wenn du einen Satz mit „Alexa“ beginnst. Das Codewort wird auf dem Gerät erkannt. Man sieht auch im Wlan, dass nichts übertragen wird, wenn der Ring nicht leuchtet.

      Synohr kenne ich jetzt nicht. Ich habe allerdings auch schon RaspberryPi Lösungen gesehen, die die API von Amazon benutzen. Da könnte man dann vielleicht etwas restriktiver sein, was die Übertragung angeht.

      Persönlich bin ich der Meinung, das eine „Vor Ort Lösung“ für Spracherkennung nur sehr schwer zu realisieren wird. Da benötigt man zu viel Rechenpower und KnowHow. Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren.

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