2014-08-31T08:07:32+00:00 Grundlagen

KNX Grundlagen | Von Sensoren und Aktoren

Fangen wir mal mit den KNX Grundlagen an:
Wie im letzten Post schon geschrieben, wird bei einem Bussystem der Lichtschalter quasi zerlegt. Die Wippe wird vom Schalter entfernt und von einem anderen Ort benutzt. Die Kommunikation zwischen Schalter und Wippe läuft über den Bus. In der KNX Welt wäre der Schalter ein Aktor und die Wippe ein Sensor. Diese Unterscheidung ist wichtig, um die Funktionen "Steuern und Schalten" voneinander zu trennen. Die Sensoren steuern und die Aktoren schalten.

Der Sensor. KNX Grundlagen für absolute Neulinge

er KNX Raumtemperaturregler 6124 von Busch-Jäger

Der KNX Raumtemperaturregler 6124 von Busch-Jäger. Ein typischer Sensor zur Erfassung von Temperatur und Tastendrücken. Zu finden im eibmarkt

Ein konkretes Beispiel für einen Sensor, der in keiner Anlage fehlen wird, ist der Taster. Der Taster entspricht unserer Wippe und sieht meistens aus wie ein Lichtschalter. Er kann aber auch zusätzliche Funktionen haben, wie der Raumtemperaturregler im Bild. Betätigst du so einen Taster, schaltet er keinen Strom, sondern schickt ein Signal auf die Busleitung. Ein Sensor kann aber auch ein Lichtsensor sein, der die aktuelle Helligkeit sendet. Es gibt unzählige Arten von KNX Sensoren für alle Einsatzzwecke. Ich werde noch eine Serie von Artikeln Posten, in denen ich auf die unterschiedlichen Sensoren näher eingehe. Bis hierher sei nur gesagt: Ohne Sensoren geht es nicht, denn von diesen gehen die Steuersignale aus.

 

 

KNX Grundlagen, ein Rollladenaktor von ABB. Ein typischer Aktor.

Der Rollladenaktor von ABB. Zum steuern von Rollläden und schalten von Verbrauchern.

Der Aktor. Der Aktive im Bussystem

Die Aktoren sind die aktiven Mitglieder deines Netzes. Während die Sensoren auf den Bus "sprechen", "lauschen" die Aktoren. Im vorherigen Post habe ich schon vom Rollladenaktor geschrieben. Jetzt weist du auch, warum das Ding so heißt. Der Aktor auf dem Bild steuert bis zu 8 Rollläden oder schaltet 16 Steckdosen. Er lauscht nach Nachrichten, auf die er reagieren soll und führt die entsprechende Befehle aus. Die Rollläden werden rauf oder runter gefahren. Ein Sonnensensor zum Beispiel sendet die Nachricht auf den Bus, dass die Sonne eine eingestellte Stärke erreicht hat. Wer die Nachricht empfängt ist dem Sensor egal. Hört ein Aktor eine Nachricht von starker Sonnenintensität, auf die er reagieren soll, fährt er die Rollläden runter. Ein anderer Aktor könnte bei dieser Nachricht die Lüftung eine Stufe höher schalten.

KNX Grundlagen zum merken: "Ein Sensor kann viele Aktoren steuern, während ein Aktor auf viele Sensoren hören kann"

. Warum das so ist wird dir klar werden, wenn ich den Bus mit einem Raum vergleiche. Auf der einen Seite stehen die "Sensoren" auf der anderen die "Aktoren". Wenn einer der Sensoren "Rollläden runter" ruft, wird jeder Rollladenaktor, die Rollläden nach unten fahren. Es ist dem Aktor egal, woher die Nachricht kommt. Deshalb kann auch ein Aktor auf viele Sensoren hören, diese müssen nur eine Nachricht schicken, die er versteht.

Um die KNX Grundlagen praktisch anwenden zu können, brauchst du eine minimale KNX Installation. Jetzt weißt du, dazu gehört mindestens ein Sensor (zum Beispiel ein Taster) und ein Aktor (zum Beispiel ein Rollladenaktor). Die weiteren Komponenten werde ich in einem meiner nächsten Posts vorstellen. Also bleib dran und: Viel Spaß mit KNX!

Aktualisiert: 31. August 2014

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